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Informationen und Beratungen zum Jugendschutz sind in Dresden wichtige Bestandteile der Arbeit des jugendamtlichen Sachgebietes erzieherischer Kinder- und Jugendschutz/ Jugendinformation .

Hierin wird die Aufgabe gesehen, Kindern und Jugendlichen, Eltern und anderen Erziehungsberechtigten, Fachkräften der Träger der freien Jugendhilfe, der Schulen und der Ausbildungseinrichtungen über die Gefährdungsbereiche zu informieren und Präventionsangebote zu unterbreiten.

Anliegen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes ist es nach § 14 SGB VIII:

  • Junge Menschen zu befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen,
  • Junge Menschen zu Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen zu führen
  • Eltern und andere Erziehungsberechtigte befähigen, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen.

Dass der erzieherische Kinder- und Jugendschutz weit mehr Themen aufgreift als "Ab wann darf ein Jugendlicher Rauchen und Trinken?", verdeutlicht die Übersicht der Handlungsfelder.

Während der erzieherischer Kinder- und Jugendschutz in der Öffentlichkeit oft noch mit dem Image von Ordnungshütern verbunden ist, haben Angebote längst zu zeitgemäßen For- men ihrer Arbeit gefunden. Dabei steht immer wieder der Ansatz "Prävention statt Intervention" und "Kompetenzvermitt- lung statt Verbieten" im Zentrum des Handelns.

Die AG Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz entwickelte Handlungsfelder des erzieherischen Kinder- und Jugendschutz für Dresden. Bei der Priorisierung bzw. Schwerpunktsetzung wurde sich an den Ausführungen im 14. Kinder- und Jugendbericht des Deutschen Bundestages und am Dresdner Kinderschutzbericht 2012/13 orientiert.

Die von den Mitgliedern entwickelten und in einem Katalog zusammengefassten Präventionsangebote unterstreichen diesen Ansatz und verdeutlicht das Handlungsspektrum.

 

Handlungsfeld "Suchtprävention"

Dieses Handlungsfeld beschäftigt sich insbesondere mit dem Konsum und der Verbreitung illegaler Drogen, Alkoholgebrauch und -missbrauch-, Tabakkonsum, Spielsucht und Essstörungen.

Zu den Präventionsangeboten 

Handlungsfeld "Kriminal- und Gewaltprävention"

Themenschwerpunkt dieses Handlungsfeldes ist physische und psychische Gewalt in verschiedenen Erscheinungsformen, wie Mobbing, sexualisierte Gewalt an und/oder unter Kindern und Jugendlichen.

Zu den Präventionsangeboten 

Handlungsfeld "Gefährdungen durch den Gebrauch moderner Informationstechnologien"

Mediennutzungsverhalten wie exzessive Formen von Computernutzung, problematische Inhalte von Medien und deren Wirkungen, Medienkompetenz, Jugendmedienschutz, Schutz der persönlichen Daten sind Themen dieses Handlungsfeldes.
Zu den Präventionsangeboten 

Handlungsfeld "Differenzierter Umgang mit weiteren Risikostrukturen und -phänomenen"

Folgende Themen werden in diesem Handlungsfeld bearbeitet: problematische Glaubensformen, wie Sekten und Ideologien, extremistische Weltanschauungen; Gesundheits- und Sexualerziehung; Schuldenprävention; Jugendarbeitsschutz; risikobehaftetes Freizeit- und Konsumverhalten; Werbung für und mit Kindern

Zu den Präventionsangeboten 

 

Red.: M. M. (JIS)/ Stand: 15.02.2016/ Bilder: pixabay