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Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeit

Gesetzliche Grundlagen:

Schulsozialarbeit ist eine Leistung der Jugendhilfe, die gesetzlich durch den § 13 SGB VIII in Verbindung mit § 1 Abs. 3 SGB VIII legitimiert ist.

Gemäß § 13 Abs. 1 SGB VIII bietet Schulsozialarbeit sozial benachteiligten oder indivi- duell beeinträchtigten jungen Menschen im Rahmen der Jugendsozialarbeit sozialpä-dagogische Hilfen an und fördert so ihre schulische und berufliche Ausbildung, ihre Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration.

Der Kooperationsauftrag zwischen Jugendhilfe und Schule im Rahmen der Schulsozi-alarbeit ergibt sich aus § 81 SGB VIII. Im § 74 SGB VIII ist die Förderung von Projekten in Trägerschaft von Trägern der freien Jugendhilfe geregelt.

Ziele von Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit agiert als Vermittler zwischen Schule, Jugendhilfe und Gemeinwe- sen. Mit ihren Angeboten richtet sie sich an Schüler, deren Familien, sowie an Lehrer und an alle am Schulleben direkt oder indirekt Beteiligten. Schüler finden mit dem Schulsozialarbeiter eine Bezugsperson, die nicht Lehrperson (und damit Beurteilender) ist und auch nicht zur Schulleitung gehört. Für die Eltern bildet sie ein Bindeglied zwischen ihnen und der Schule, die bei Konflikten 'neutral' vermitteln kann. Lehrer haben mit dem Schulsozialarbeiter hingegen einen Ansprechpartner, der nicht nur die internen schulischen Probleme sieht, sondern eine ganzheitliche Betrachtung der Dinge vorzunehmen versucht.

Zu den Aufgaben von Schulsozialarbeit zählt schwerpunktmäßig die präventive Arbeit. Das heißt Alltagsprobleme von Kindern und ihren Familien sollen frühzeitig erkannt und angemessen darauf reagiert werden, bevor Konflikte in der Schule eskalieren. Mit Hilfe sozialer Gruppenarbeit bzw. sozialpädagogischen Angeboten und Projek- ten für Schulklassen wird zudem angestrebt bei den Schülern soziale Kompetenzen wie Konflikt-, Kritik- und Teamfähigkeit zu fördern. Jugendliche, die gefährdet sind, die Schule ohne Abschluss zu verlassen, finden Unterstützung bei der Zukunftsplanung, Berufsvorbereitung und ihrer beruflichen Eingliederung. Mit der Betreuung von Schülertreffs oder offenen Spiel- und Sportangeboten kann Schulsozialarbeit auch einen Beitrag zur außerunterrichtlichen Freizeitgestaltung der jungen Menschen leisten.

Zentrale Anlaufstelle:

Als zentrale Anlaufstelle für sämtliche Interessenten an Schulsozialarbeit in Sachsen gibt es seit 1995 die "Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit Sachsen" mit Sitz in Dresden.

Weiterhin besteht ein regionaler Arbeitskreis in Dresden, nach §78 SGB VIII.

1. Satzung der Fach-AG "Jugendhilfe - Schule Dresden"  

2. Übersicht Projekte

 

Stand: 16.07.2014

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