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Berufsausbildung
Berufsausbildung

Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) erfolgt in der Dauer von 2 bis zu 3,5 Jahren, die Berufe werden durch die Handwerkskammer, die Industrie- und Handelskammer, Berufsfachschulen bzw. Bildungsträger begleitet und durchgeführt. Die verschiedenen Möglichkeiten eine Ausbildung zu absolvieren werden im folgenden ausführlicher beschrieben.

Duale Ausbildung

 

Unter dem Begriff der dualen Berufsausbildung wird die Berufsausbildung verstanden, welche im Ausbildungsbetrieb in Verbindung mit dem Lernort Berufsschule absolviert wird. Die überwiegende Zeit der Ausbildung wird dabei im Ausbildungsbetrieb geleistet. Der Auszubildende besucht regelmäßig die Berufsschule.

Jugendliche müssen sich um die dualen Ausbildungsplätze direkt in den Ausbildungsbetrieben bewerben. Dies sollte frühzeitig, möglichst 1 Jahr vor dem geplanten Ausbildungsbeginn, erfolgen. Um die Chancen zu erhöhen empfiehlt es sich, das persönliche Vorstellungsgespräch im Betrieb zu suchen und in den Ferien ein Praktikum im Betrieb durchzuführen. Bei Erfolg schließt der Jugendliche mit dem zukünftigen Ausbildungsbetrieb einen Ausbildungsvertrag ab. Im Vertrag sind die gegenseitigen Rechte und Pflichten für den Ausbildungszeitraum geregelt. Informationsmaterialien sind im Berufsinformationszentrum (BIZ), der Internetseite „BerufeNet“ der Agentur für Arbeit und den zuständigen Kammern erhältlich.

Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE)

 

Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung aufzunehmen, ist für Jugendliche und junge Erwachsene, die an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme von mindestens sechs Monaten Dauer teilgenommen haben und aufgrund einer sozialen Benachteiligung oder Lernbeeinträchtigung nicht an einer Ausbildung in einem Betrieb teilnehmen können. Über die Teilnahme an einer Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung entscheidet der Ausbildungsmarktpartner der Agentur für Arbeit.

Mit dem Jugendlichen wird ein Ausbildungsvertrag geschlossen. Nach Vertragsabschluss beantragt der Jugendliche die Eintragung des Ausbildungsvertrages in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse (nach § 33 BBiG bzw. § 30 HwO) bei der zuständigen Kammer.

Die Ausbildung in der Einrichtung wird vom ersten Ausbildungstag an sozialpädagogisch betreut. Die Jugendlichen nehmen am Berufsschulunterricht teil und erhalten Stützunterricht. Während der Ausbildung absolvieren die Jugendlichen Praktika in Betrieben. Die Dauer der Ausbildung sollte möglichst nur ein Jahr betragen, danach wird die Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis im Betrieb angestrebt. Ist dies nicht möglich, wird die Ausbildung in der Einrichtung bis zum Abschluss fortgesetzt. Die Dauer der Ausbildung richtet sich nach dem jeweiligen Ausbildungsberuf.

Schulische Berufsausbildung (Berufsfachschulen)

 

Die schulischen Berufsausbildungen werden an Berufsfachschulen in Berufschulzentren (BSZ) angeboten. Interessierte Jugendliche müssen sich für eine im September beginnende Berufsausbildung meist bis Ende März des laufenden Jahres an den Schulen direkt bewerben. Der Unterricht findet in Vollzeitform statt. Die Teilnehmer einer solchen Berufsausbildung haben den Schülerstatus. Die Ausbildungsdauer richtet sich nach der jeweiligen Berufsausbildung. Nähere Informationen zur jeweiligen Ausbildung geben das Regionalschulamt (siehe Kapitel „Beratung und Betreuung“), die Ausbildungsmarktpartner des Arbeitsamtes und die entsprechenden Schulen.

Eine Übersicht der Berufsbildenden Schulen und Kontaktinformationen  finden Sie auf der Website des Schulverwaltungsamtes der Landeshauptstadt Dresden.

Red.: S. A. (JIS)/ Quelle: A. P. (Jugendamt Dresden, Beratungsstelle Lehrlauf)/ Stand: 16.07.2015